Unternehmen stärken, mit der Gemeinwohlbilanz, durch Vernetzung und durch Beratung.

Mitten im Switch von der Konsumwelt zur Weltmitsinn war die größte Entdeckung für mich, das größte Geschenk, die Gemeinwohlökonomie.

Einer 2012 noch fast anarchistisch anmutenden Gruppe von Gemeinwohlstiftern, und in ihrer Mitte ein charismatischer Christin Felber, der bei seinen Vorträgen mehr auf dem Kopf stand, als auf den Füssen. Dieses einfache Symbol für unsere neoliberale Praxis, die wieder vom Kopf auf die Füsse gestellt werden muss, war für mich eine der Erleuchtungen. Seit dieser Zeit habe ich versucht dieses bis heute für mich schlüssigste Modell einer neuen Wirtschaftsform zu unterstützen. Zeitweilig sehr intensiv.

Heute ist die GWÖ längst angekommen. Alle Unternehmen, die ich begleitet habe, in ihre Gemeinwohlbilanz, haben sich vom Grund auf transformiert. Die simple Entdeckung:

Der Geschäftsbericht eines Unternehmens gibt Auskunft über die Profitabilität des Unternehmens.

Natürlich sind diese KPIs wichtig für die Überlebensfähigkeit.

Der Gemeinwohlbericht macht transparent wie dieser Erfolg zustande kam. 

Er gibt Auskunft über die Auswirkung des unternehmerischen Handelns. War die Unternehmensform gut für die Gesellschaft? Für die Biodiversität? Für das gute Leben der Mitarbeitenden? Für die Suffizienz (sparsamer Umgang mit natürlichen Rohstoffen und Ressourcen)? 

Mit diesen Zahlen hat ein Unternehmen messbare und nachhaltige Kennzahlen. Mit ihnen ist die strategische Ausrichtung möglich, um durch unternehmerisches Handeln diese Welt zu verbessern. Fast alle Unternehmen, die mit der GWÖ-Bilanz arbeiten wurden zur Benchmark in ihrem Umfeld.

Schon kurz nach meinem Beitritt in die GWÖ begann ich mit der Ausbildung zum Gemeinwohlberater. Die Aufgabe dieser Dienstleistenden ist, Unternehmen zu unterstützen, damit diese eine eigene Gemeinwohlbilanz erstellen können. Bis 2018 habe ich mehrere Unternehmen begleitet, vom Soloselbständigen Bestatter bis hin zu Konzernen. 

Zeitweilig habe ich die Fokusgruppe Unternehmen in Bayern geleitet und innerhalb der deutschsprachigen GWÖ mitgearbeitet, die Unternehmen mit einer GWÖ-Bilanz sichtbarer zu machen.

Als ich 2018 zum Kampagnenleiter des Volksbegehrens Rettet die Bienen! ernannt wurde, habe ich die Aktivitäten in der GWÖ herunterfahren müssen.